6 Soforttipps gegen Flugangst

Tipp 4 gegen Flugangst: Akuttechniken:

 

Was kann ich tun, wenn ich bereits im Flieger sitze und ein Panikanfall droht?

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Als allererstes ist wichtig zu wissen, dass die Angst an sich absolut ungefährlich ist! Man kann nicht vor Angst sterben! Nach einer gewissen Dosis von Angst wird Ihr Körper automatisch ausgepowert sein und die Ausschüttung der Stresshormone wird nachlassen. Das passiert normalerweise nach ca. einer halben Stunde. Der Puls normalisiert sich, die Atmung, Anspannung und andere Prozesse entspannen sich, der Normalzustand kehrt wieder ein.

Ursprünglich hat sich Angst in der Evolution entwickelt, um in bestimmten lebensbedrohlichen Situationen viel Energie bereitgestellt zu bekommen und einen enormen Druck zu verspüren, entweder ZU KÄMPFEN  oder ZU FLIEHEN!

Dieses ursprüngliche Programm läuft nun im Flugzeug ab, wo es keinen Säbelzahntiger zu erlegen gilt. Vollgepumpt und trunken von den eigenen Angst- und Stresshormonen dazusitzen kann sehr unangenehm sein, ist aber überhaupt nicht gefährlich.

Denken Sie daran: Angstattacken sind unangenehm, aber absolut ungefährlich! Halten Sie durch! Fliehen Sie NICHT!

Wie paradoxes Denken die Angst reduziert

Kämpfen Sie NICHT gegen Ihre Angst an! Lassen Sie die Symptome einfach zu, halten Sie diese so mutig Sie nur können aus. Immer im Wissen, dass NICHTS schlimmes geschehen kann.

Am wirkungsvollsten praktizieren Sie „paradoxes Denken“ etwa folgendermassen: „Oh da spüre ich wieder diese Angst kommen, gut! Mal gespannt beobachten, was nun passiert, ich möchte am liebsten gerade JETZT eine richtige Panikattacke erleben! …ich fühle meinen Puls, versuche meinen Pulsschlag noch zu erhöhen!…ich schwitze: Ja, ich möchte noch mehr schwitzen!“

Sie nehmen damit die Angst vollkommen an, sie akzeptieren sie, sie umarmen sie, und sie vertrauen Ihrer Angst! Wenn Sie die Angstsymptome nicht mehr bekämpfen sondern im Gegenteil zu verstärken versuchen, kann die paradoxe Reaktion einer Angstminderung eintreten.

Angst klopfte an die Tür, Vertrauen öffnete, Niemand war draussen!

Ein Bekannter von mir hatte regelmässig Todesangst und Panikattacken, ausgelöst durch das Bewusstwerden seines eigenen Herzschlags. Er nahm Medikamente bereits über Monate und war abhängig davon geworden. Um von Angst und Medikation befreit zu werden, musste er in die Klinik eingewiesen werden.

Eines Tages begann tatsächlich in einer seiner Gruppentherapie-Sitzungen eine seiner Panikanfälle sich akut bemerkbar zu machen. Die Therapeutin führte ihn vor allen Anwesenden (nach seinem Einverständnis) ohne seine üblichen Medikamente durch die Attacke und half ihm die ganze Zeit hindurch mit dem paradoxen Denken. Er hielt 10 Minuten mutig durch unter Schweissausbrüchen, zittern, rasendem Puls. Je mehr er die Angst verstärken wollte, desto mehr beruhigte er sich und konnte die Panikattacke immer weniger aufrechterhalten. Danach war er vollkommen ruhig, alle gratulierten ihm für seinen Mut.

Seit diesen entscheidenden 10 Minuten ist er absolut Beschwerdefrei, hatte keine einzige Angstattacke mehr und seither auch KEINE Medikamente mehr genommen!

Also: Denken Sie paradox!

Diese und weitere 10 wirkungsvolle Akuttipps erhalten Sie kostenlos im E-Book im Kapitel 5: Akuttechniken:

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